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Vermieter24. Februar 2026

Mietkaution für Vermieter – welche Möglichkeiten gibt es?

Mietkaution aus Vermietersicht: Bankdepot, Mietkautionsversicherung oder Bankgarantie – welche Option bietet die beste Sicherheit?

Mietkaution für Vermieter – welche Möglichkeiten gibt es?

Als Vermieter ist die Mietkaution Ihre wichtigste Absicherung gegen Schäden und Zahlungsausfälle. Doch welche Form der Kaution bietet Ihnen die beste Sicherheit bei gleichzeitig geringem Verwaltungsaufwand? In diesem Artikel stellen wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten vor und zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Das klassische Bankdepot (Mietkaution)

Das Mietzinsdepot ist die traditionelle Form der Mietkaution in der Schweiz. Der Mieter eröffnet ein Sperrkonto bei einer Bank und zahlt die Kaution (bei Wohnungen maximal drei Monatsmieten) ein. Das Konto lautet auf den Namen des Mieters und wird von der Bank zugunsten des Vermieters gesperrt.

  • Vorteile für den Vermieter: Etabliertes System, direkte Sicherheit durch reales Guthaben auf einem Konto.
  • Nachteile für den Vermieter: Die Freigabe erfordert die Zustimmung beider Parteien oder ein Gerichtsurteil. Im Streitfall kann sich die Auszahlung über Monate bis zu einem Jahr hinziehen.

Mietkautionsversicherung (Kaution)

Bei der Mietkautionsversicherung schliesst der Mieter eine Versicherung ab, die dem Vermieter eine Bürgschaftsurkunde als Sicherheit ausstellt. Im Schadensfall zahlt die Versicherung den berechtigten Betrag direkt an den Vermieter.

  • Vorteile für den Vermieter: Schnelle Schadenregulierung ohne langwierige Bankprozesse. Professionelle Prüfung der Schadenersatzforderung. Mit goCaution profitieren Vermieter zudem von einem kostenlosen Vermieterportal zur Verwaltung aller Kautionen.
  • Nachteile für den Vermieter: Die Kautionssumme ist eine Garantie, kein hinterlegtes Bargeld. Die Versicherung prüft die Rechtmässigkeit der Forderung, bevor sie zahlt.

Die Bankgarantie

Die Bankbürgschaft funktioniert ähnlich wie die Mietkautionsversicherung: Die Bank garantiert dem Vermieter die Zahlung bis zur vereinbarten Kautionssumme. Diese Variante wird vor allem bei gewerblichen Mietverhältnissen genutzt.

  • Vorteile für den Vermieter: Hohe Sicherheit durch Bankbürgschaft.
  • Nachteile für den Vermieter: Teuer für den Mieter (Gebühren und Bonitätsprüfung erforderlich), weshalb viele Mieter diese Option ablehnen.

Was Vermieter bei der Mietkaution beachten sollten

  • Prüfen Sie die Bonität des Mieters unabhängig von der gewählten Kautionsform.
  • Akzeptieren Sie keine Barzahlungen - die Kaution muss laut Gesetz auf ein Sperrkonto eingezahlt werden.
  • Dokumentieren Sie den Zustand der Wohnung bei Ein- und Auszug mit einem detaillierten Übergabeprotokoll.
  • Fristen beachten: Mängel müssen bei Übergabe gerügt und Ansprüche innerhalb eines Jahres gerichtlich geltend gemacht werden.
  • Informieren Sie sich über die Lebensdauertabelle, um berechtigte Ansprüche korrekt zu berechnen.

Rechtliche Grundlagen für Vermieter

Das Schweizer Mietrecht setzt klare Rahmenbedingungen für die Mietkaution. Als Vermieter sollten Sie die wichtigsten Vorschriften kennen:

  • Maximale Höhe: Bei Wohnräumen darf die Kaution maximal drei Monatsmieten (brutto) betragen. Bei Geschäftsräumen gibt es keine gesetzliche Obergrenze – üblich sind drei bis sechs Monatsmieten.
  • Sperrkonto Pflicht: Die Kaution muss zwingend auf einem Sperrkonto bei einer Bank auf den Namen des Mieters hinterlegt werden. Eine Einzahlung auf das eigene Konto des Vermieters ist nicht zulässig.
  • Zinsen gehören dem Mieter: Allfällige Zinsen auf dem Kautionskonto stehen dem Mieter zu.
  • Rügepflicht: Mängel müssen bei der Wohnungsübergabe sofort gerügt werden. Verdeckte Mängel müssen unmittelbar nach Entdeckung gemeldet werden.
  • Jahresfrist: Forderungen aus dem Mietverhältnis müssen innerhalb eines Jahres nach Mietende gerichtlich geltend gemacht werden, sonst verfallen sie.

Schadenfall: So gehen Vermieter richtig vor

Wenn bei der Wohnungsübergabe Schäden festgestellt werden, ist das korrekte Vorgehen entscheidend:

Halten Sie alle Mängel detailliert im Übergabeprotokoll fest – mit Fotos und genauer Beschreibung. Holen Sie zeitnah Kostenvoranschläge oder Rechnungen ein. Teilen Sie dem Mieter Ihre Forderungen schriftlich und beziffert mit. Beachten Sie die paritätische Lebensdauertabelle für die korrekte Berechnung des Zeitwerts.

Reagiert der Mieter nicht oder lehnt die Forderungen ab, können Sie bei der Bank die Sperrung der Kaution beantragen. Danach bleibt Ihnen ein Jahr Zeit, Ihre Ansprüche gerichtlich geltend zu machen.

Warum immer mehr Vermieter die Mietkautionsversicherung akzeptieren

Die Mietkautionsversicherung wird von Vermietern in der Schweiz zunehmend akzeptiert – und das aus gutem Grund: Sie erweitert den Kreis potenzieller Mieter (da die finanzielle Hürde sinkt), beschleunigt den Vermietungsprozess und bietet im Schadenfall eine professionelle Abwicklung.

goCaution bietet Vermietern und Immobilienverwaltungen ein kostenloses digitales Portal zur zentralen Verwaltung aller Kautionen. Schadensmeldungen werden schnell und transparent bearbeitet. Darüber hinaus steht ein Schadenmediator-Service zur Verfügung, der bei Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter vermittelt – bevor es zu einem Rechtsstreit kommt.

Vermieter24. Februar 2026
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